Kopf: Fuchsähnlich in Form und Erscheinung,

Dieses Foto eines englischen Fuchses aufgenommen um 1900 fand ich in "Welsh Corgis", einem Buch von E. Forsyth-Forrest aus dem Jahr 1955. Die Autorin benutzte die Aufnahme bei ihrer Diskussion des Themas, nämlich dass "die Beschreibung des Kopfes, als eines der wichtigsten Merkmale, für viele bestimmt etwas irreführend ist. Diejenigen, die den englischen Fuchs kennen, wissen, wie stark ihre Köpfe in den verschiedenen Gebieten des Landes variieren." Und, es muss nochmals erwähnt werden, die Autorin schreibt über die englische Landschaft!

Das zeigt, was ich immer wieder gesagt habe, nämlich dass zum Zeitpunkt, als die Rassestandards geschrieben wurden, vieles ausgelassen wurde (wie z.B. ein komplettes Gebiss), weil damals angenommen wurde, dass jeder wusste, was von einem Hütehund verlangt wird, und es daher nicht speziell erwähnt werden musste.


Weiter schreibt Mrs Forsyth-Forrest: "Er" (der Fuchs) "hatte schöne grosse Ohren und einen kräftigen Fang und abgesehen davon, dass die Augen etwas innerhalb des perfekten Dreiecks eines Corgi-Kopfs liegen, führt die Linie von der Nase durch die Augen zur Ohrenspitze und gibt einen guten Eindruck von dem, was gemeint ist."

Sie fährt fort (interessant für mich in Anbetracht der Bemerkung einer bekannten Züchterin aus Grossbritannien anlässlich eines Richterseminars in Kalifornien): "Die meisten Füchse haben einen feineren Fang und kleinere Ohren und ich mag prinzipiell keinen und traue keinem Hund - oder Pferd - mit sehr kleinen spitzen Ohren. Der Gesamteindruck eines Corgi-Kopfes sollte jedoch an einen Fuchs erinnern. In diesem Sinne gibt es keine Entschuldigung für den groben, untypischen Bull Terrier-artigen Kopf oder, noch schlimmer, den langgestreckten und übertriebenen Kopf des Collies. Das ist nicht als Abwertung der genannten Rassen gemeint, deren Kopf zu ihrem Körperbau und ihren Proportionen passt, aber solche Köpfe sind nicht (Anm. d. Red. - Hervorhebung durch die Autorin, nicht meine) korrekt bei einem Corgi und die Züchter sollten alles tun, um sie zu vermeiden. Meiner Meinung nach befinden sich Köpfe, Pfoten, Hinterläufe und Stimmen (wiederum Hervorhebung durch die Autorin) auf dem Abwärtsweg oder vielmehr sind letztere im Steigen und haben sich in allzu vielen Fällen zu einem schrecklich schrillen Kläffen entwickelt!"

Ich fand alle diese Kommentare unglaublich interessant - sie stammen aus einem 1955 erschienenen Buch - und heute haben wir die gleichen Diskussionen.

©2001 Stephanie Hedgepath, USA
Übersetzung: ANo mit freundlicher Genehmigung

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www.welshcorgi-news.ch
08.04.2013