Safari und das Feuer
Elaine Ballman, Lafayette, Minnesota

Am 8. Februar 2011 war ich bereits um 4 Uhr wach. Es war ein extrem kalter und windiger Wintermorgen. Ich wollte um 5 Uhr zur Arbeit fahren und liess die Hunde raus, während ich ihr Frühstück zubereitete. Als ich sie wieder hereinliess, zögerte Safari, mein jüngster Cardigan Welsh Corgi. Schliesslich brachte ich sie dazu, ins Haus zu kommen, und stellte die Futternäpfe auf den Boden. Zum ersten Mal in ihrem Leben wollte Safari nicht fressen. Stattdessen rannte sie zur Hintertür und gab Laut, dass sie raus wollte.

Ich befürchtete, dass mit meiner Hündin etwas nicht stimmte. Ich zog meine Winterklamotten an und ging mit ihr raus, um mich zu vergewissern, dass sie nicht krank war. Ich ergriff einen Eimer Wasser mit dem Gedanken, dass ich gerade so gut die Tiere im Stall tränken könnte, wenn ich schon gegen die Kälte gewappnet war. Safari rannte zum Stall, bellte, kehrte zu mir zurück und bellte. Ich ging weiter, während sie mit ihrem ungeduldigen und beharrlichen Bellen fortfuhr.

Ich vermutete, dass etwas im Stall war und Safari versuchte, mich zu warnen. Ich wünschte, ich hätte eine Taschenlampe mitgebracht, um zu sehen, was für ein Wesen da im Dunkeln lauerte. Der Süden von Minnesota ist bekannt für Kojoten, Füchse und gelegentlich auch Pumas. Ich schritt vorsichtig weiter.

Als ich mich dem Stall näherte, war mir klar, dass etwas Schlimmes im Gange war. Ich sah den unverkennbaren Schein eines Feuers. Ich rannte in den Stall und liess Tür und Tore offen. Da ich einen Eimer mit Wasser dabei hatte, entschied ich mich, das Feuer selbst zu löschen. Der Wassertrog für die Tiere befand sich gleich ausserhalb der Hintertüre, und so schüttete ich Wasser auf die Flammen, bis sie gelöscht waren. Das Wasser verursachte einen elektrischen Kurzschluss und hüllte das Gebäude in Dunkelheit.

Als das Feuer gelöscht war, versuchte ich mir einen Überblick zu schaffen. Ich befürchtete, dass meine Tiere an Rauchinhalation Schaden nehmen könnten, falls sie länger im Stall blieben. Also ging ich rein, um sie raus zu lassen, konnte sie aber nirgends finden!! Ich erinnerte mich, dass ich alle Türen und Tore offen liess, als ich hineinstürmte. Panik ergriff mich beim Gedanken, dass die Lamas inzwischen schon die Strasse hinunter gelaufen sein könnten, und es dauerte noch lange bis zum Morgengrauen.


Ch. Idyll Safari
Züchterin und Besitzerin: Elaine Ballman

Aber ich brauchte mir keine Sorgen zu machen. Mein wunderbarer kleiner Hund hatte die Tiere fein säuberlich zusammengetrieben und hielt sie in Schach gleich vor dem Haupteingang zum Stall. Alle Tiere waren wohlbehalten. Auch das Gebäude und sein Inventar waren unversehrt dank meinem einzigartigen jungen Cardigan Welsh Corgi.

Sie ist meine Alltagsheldin.

Übersetzung: ANo mit freundlicher Genehmigung der Autorin.

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10.05.2015