Corgi als Leichenspürhund

Leichenspürhunde sind in der Lage, sowohl Leichen als auch Leichenteile zu finden und sie können Flächen identifizieren, auf denen eine Leiche oder ein Leichenteil gelegen hat. Der Hund lernt, nur auf menschlichen Leichengeruch zu reagieren und kann somit ein totes Tier von einem Menschen unterscheiden.

Der Cardigan Rüde Tucker von Barbara Brown, Llanbryn Cardigans, USA, bestand Ende Juli 2004 die spezielle Prüfung der Polizei für Leichenspürhunde. Die Prüfung für Such- und Rettungshunde hatte er bereits früher bestanden.

Bei der Prüfung galt es einen vergrabenen Geruch auf dem markierten Gelände einer ungenutzten Heuwiese zu finden, wo das Gras fast bis über Tuckers Kopf reichte, was einem kleineren Hund die Fortbewegung und das Suchen erschwert. Der Leichengeruch stammt entweder von einer Erdprobe, wo sich eine verweste Leiche befunden hatte, von Kleidungsstücken einer verwesten Leiche, von Knochen mit Geweberesten, von Geweberesten oder von Haaren vermischt mit anderem Leichenmaterial.

Tuckers Besitzerin berichtet: "Tucker erhielt das deutsche Kommando "Such" und wir begannen uns gegen den Wind in einem Zick-Zackmuster zu bewegen. Tucker fand ein Loch, das er untersuchen wollte und ich forderte ihn dazu auf, er begann zu kratzen, aber als ich ihn fragte "ist es das?", zeigte er nicht an, indem er meine Hand mit dem Maul fasst. Kurz danach fand er eine andere interessante Stelle und dieses Mal fasste er meine Hand und der Prüfungsleiter bestätigte den Fund. Neben Tucker bestand nur noch ein Deutscher Schäferhund. Sogar ein Bluthund konnte den Geruch nicht finden. Bei der nachträglichen Besprechung meinte der Prüfungsleiter, "dieser kleine Corgi hat euch alle in den Schatten gestellt, denn er war der schnellste und zeigte den Fund am deutlichsten an."

Tuckers Grossmutter arbeitete während 6 Jahren als Such- und Rettungshund in abgelegenen und unwegsamen Gebieten.

Corgi News, Dezember 2004

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13.04.2010