Fährten

Wie alle Hunde haben auch die Corgis einen ausgezeichneten Geruchsinn und einige SWCK-Mitglieder haben mit ihrem Corgi Fährtenprüfungen erfolgreich abgelegt. In den USA scheint diese Form von Hundesport sich besonders unter Cardigan Besitzern zunehmender Beliebtheit zu erfreuen.

Fährtenausbildung

Mit der Fährtenausbildung soll erreicht werden, dass der Hund eine vom Menschen gelegte Fährte gezielt verfolgt und die darauf liegenden Gegenstände findet. Wie das gemacht wird, lernt man am besten, wenn man mit seinem Hund einen diesbezüglichen Kurs bei einem Hundesportverein besucht, denn es ist wichtig, dass man die Sache von Anfang an richtig anpackt und den Hund richtig zu motivieren versteht.

Jedes Lebewesen, ob Mensch oder Tier, hinterlässt mit jedem Schritt eine Fährte oder Duftspur. Je nach Art des Geländes und Gewicht des Lebewesens wird der Boden bei jedem Schritt mehr oder weniger verändert, z.B. wird Erde oder Sand aufgewühlt oder Gras wird zertreten, dabei entsteht die sogenannte Grundwitterung. Ausserdem hinterlässt jedes Lebewesen kleinste Teilchen von sich, z.B. Haare oder Hautschuppen. Diese ergeben den Individualgeruch. Je nach Wetter verändert sich die Duftintensität einer Fährte schneller oder langsamer bis sie mit der Zeit völlig verschwindet. Wir Menschen können nur die sichtbaren Spuren wahrnehmen, z.B. Fussabdrücke in weichem Boden oder Schnee. Der Hund dagegen kann die vielfältigen Duftspuren mit seiner Nase wahrnehmen, unterscheiden und identifizieren.

Für Hunde ist Fährtenarbeit eine natürliche Sache. Wildlebende Mitglieder der Hundefamilie wie z.B. der Wolf brauchen ihre Spürfähigkeit, um Beutetiere zu verfolgen, um Artgenossen nachzuspüren oder zum Rudel zurück zu finden.

Beim Fährten
Cardigan Hündin beim Fährten

Fährtenprüfung

Für die Prüfung wird eine etwa 2 km lange Fremdfährte mit mindestens drei beliebigen Richtungsänderungen und drei Gegenständen vorbereitet. Die Gegenstände sind aus verschiedenem Material, wovon einer aus Metall. Der letzte Gegenstand, der etwa 10 cm tief unauffällig im Boden vergraben wird, bedeutet das Ende der Fährte. Nach weiteren mindestens 100 m wird eine Markierung angebracht, die für den Hundeführer auf Distanz nicht sichtbar ist. Hier hat der Hundeführer die Ankunft des Richters abzuwarten.

Beim Start ist die Fährte 4 Stunden alt, und der Hund muss den Anfang (Abgang) der Fährte auf einer Geraden von etwa 10 m, beidseitig markiert, suchen. Um die Note vorzüglich zu erhalten, muss der Hund alle 3 Gegenstände finden und die Markierung nach dem Fährtenende innert 60 Minuten erreichen.

Für die Fährtenprüfung muss der Hund min. 9 Monate alt sein.

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www.welshcorgi-news.ch
06.04.2010